Boule News 26/21
Die erste deutsche Meisterschaft 2026 ist gespielt, schon steht der zweite Bundesliga Spieltag vor der Tür. Ein Blick zurück und ein Blick nach vorne.
Triplette DM in Düsseldorf
128 Teams versammelten sich bei Düsseldorf surplace um den ersten Titel 2026 auszuspielen. Die Düsseldorfer hatten sich ins Zeug gelegt und präsentierten eine tolle DM. 64 anspruchsvolle Felder und die Halle als Treffpunkt waren top präpariert. Ein großes Danke an surplace.
Die Gewinner
Die letzten beiden Triplette Titel gingen nach BaWü und diesmal gab es sogar ein reines BaWü Endspiel. BaWü01, der Landesmeister mit den Hirte Brüdern Lukas und Johannes sowie Kevin Krohmer gegen BaWü02, mit dem Europameister Tobse Müller und den beiden Mannheimer Legemaschinen Jannik Schaake und Pascal Keller. BaWü02 ging mit 4:0 in Führung, konnte dem anschließenden Lauf von BaWü01 aber nichts mehr entgegen setzen. Wie Tobse auf Facebook schrieb, das „Team Legen“ hatte im Finale ein Problem mit dem Schuss und so waren nur noch zwei weitere Punkte drin, am Ende holte sich BaWü01 verdient den Titel.
Nach 5 klaren Siegen wurde es im Viertel- und Halbfinale noch mal spannend, am Ende siegte das konstanteste Team des Wochenendes.
Gratulation an Lukas Hirte, Johannes Hirte (beide BC Stuttgart) und Kevin Kromer (Horb) zu ihrer ersten deutschen Meisterschaft.
Gratulation an Tobse Müller (Horb), Pascal Keller und Jannik Schaake (beide Mannheim) zu Silber.




Gratulation auch an die beiden Teams mit Bronze. Bayern1 mit Regis Pfortner, Victor Pfortner und Benjamin Wied sowie RhPf1 mit Finn Ochsenreither, Frank Böhm und Jean-Francois Wittmann. RhPf1 schaltete ein Top Team nach dem anderen aus und verlor denkbar knapp gegen den späteren Meister mit 12:13. Bayern1 spazierte durch die Vorrunde, gewann die nächsten drei Runden zu 12, 11 und wieder zu 12. Im Achtelfinale schalteten sie die Top Favoriten Tehina Anania, Robin Stentenbach und Dominique Tsuroupa aus. Ein Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war. Im Viertelfinale gelang es dann, auch noch NRW10 auszuschalten.
Ein kurioses Spiel. eigentlich hatte NRW10 alles im Griff. 9:7 Führung und dreimal Schuss für Punkt bei leer gespieltem Gegner. Es folgen drei Löcher, 9:8. Danach verlegt NRW 5 von 6 Kugeln, Bayern1 nutzt die Chance und holt einen Fünfer. so „brutal“ ist es manchmal im Petanque Sport. Danach war dann bei Bayern1 der Tank leer und es gab eine klare Niederlage gegen BaW02.
Eure Tipps
Klarer Favorit war bei euch BaWü07, immerhin auf Platz 2 saht ihr den späteren Sieger. Knapp 12% hätten ein Team außerhalb der Liste vorne gesehen, RhPfl1 stand kurz davor, die Liste zu crashen.

Interessant, wie viele an BaWü02 geglaubt haben. Vielleicht lag es am „das sind ja drei Leger“.

Die Verlierer
Nicht alle werden mit dem Abschneiden bei der DM zufrieden sein. Einige Favoriten trafen früh aufeinander, so dass sie sich gegenseitig eliminierten. Bestes Beispiel passierte in Poule 2. Hier traf Hessen08 mit Sascha Löh, Luca Pelican und Gordon Michael direkt auf BaWü07 mit Robin, Tehina und Dominique. Morgens gab es ein 13:9 für die Hessen, die dann überraschend gegen NiSa13 unterlagen, so gab es ein Wiedersehen in der Barrage. Die ging mit 13:12 an BaWü07 und mit Hessen08 war der erste Favorit draußen.
Einen starken Poule hatte auch Saar01 mit Justin Neu, Manu Strokosch und Abdelouahab Setfaoui. Gegen den späteren 4tel Finalisten NRW10 gab es ein 9:13, in der Barrage gab es gegen Nord02 mit zwei ehemaligen DPB Spielern (Laurent Mirabeau-Siebold, Robin Carstens) und einem aktuellen ( Jude Ange Amia) ein 7:13. Das Saarland enttäuschte insgesamt, 6 von 9 Teams mussten ins B-Turnier und den Sonntag erreichte kein Saar Team (einen Startplatz verloren). Dafür holte die SV Elversberg am Sonntag den Aufstieg in die Bundesliga, großartig.
Verloren hat leider auch der Osten. Fünf Teams gingen an den Start, Ost01 startete mit einem 13:0, am Ende überstand kein Team die Poule Phase und der Osten verlor zwei Startplätze. Die gingen an Nord, die 2027 mit 5 Teams antreten dürfen.
Die Medien
Im DPV Vorbericht wurde angekündigt: „Die Live-Übertragungen auf dem DPV-YouTube-Kanal übernehmen diesmal DPV-Vizepräsident Kommunikation Axel Lemcke sowie Sophia Faulhaber, die erstmals Teil des Kommunikationsteams bei einer Deutschen Meisterschaft ist.„
Am Samstag gab es erstmal nichts. Der Bildschirm blieb schwarz, eine Erklärung gab es weder auf der DPV Webseite, noch auf Facebook oder dem DPV WhatsApp Kanal. Bis heute gibt es keine Begründung für den Ausfall am Samstag, Insider Gerüchte sprechen von einem kaputten Kabel.
Am Sonntag gab es den Live Stream. Zusätzlich zu Axel Lemcke konnte man einem Tag den Ausführungen unseres Präsidenten Michael Dörhöfer lauschen. Wir wissen nun, wer die „Präsidenten-Besiegerinnen“ sind, welches das einzige wahre Online Petanque Medium ist und was „strahlt wie Tschernobyl“. Am Ende stieß der im Turnier ausgeschiedene Robin Wendeler noch dazu, das Mikrofon inklusive der Interviews nach dem Finale blieben aber natürlich weiter „Chefsache“.


Technische Fehler können immer passieren. Ein transparenter Umgang damit wäre wünschenswert. Wozu gibt es den DPV WhatsApp Kanal, wenn nicht, um die Interessierten zu informieren. Das geht deutlich besser.
DPB 2. Spieltag
Aktuell laufen noch zwei Umfragen
Es wird oben und unten spannend.
Die Meisterfrage

Es wird wohl ein Dreikampf werden zwischen Achern, Horb und Mannheim. Alle Drei treten in Rheinhausen an und haben folgendes Programm:
Achern: Diefflen, Mannheim, Oppau, Berlin, Viernheim
Horb: Berlin, Oppau, Viernheim, Saarbrücken, Mannheim
Mannheim: Saarbrücken, Achern, Diefflen, Oppau, Horb
Es gibt zwei direkte Duelle und Zwei der Drei spielen gegen Viernheim und Diefflen. Diese könnten bei aktuell 3:2 also noch in das Rennen um den Titel eingreifen. Das gilt auch für Düsseldorf, die in Ratingen spielen gegen Mechenhard, Lübeck, Frankfurt, Bochum und Mülheim. Bei einem 5:0 könnte Düsseldorf unter die Top Drei rücken.


Die möglichen Absteiger
Die letzten Vier müssen die DPB verlassen. Mit 0:5 liegt Frankfurt nach einem unglücklichen Start am Tabellenende. Es geht neben Düsseldorf gegen die Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, Ratingen, Tübingen, Mülheim und Bochum. Am Rande des Turniers in Steinheim habe ich mit Marcel Jazenko von Frankfurt gesprochen. Die Frankfurter sind guter Dinge und glauben noch fest an den Klassenerhalt. Am ersten Spieltag war sicher mehr drin, mit 3 bis 4 Siegen am zweiten Spieltag könnte Frankfurt Boden gut machen. Und dann gibt es ja noch die Boule Wunder (siehe Bochum 2025).


Mit Berthold Ulrich (Bochum) konnte ich beim Turnier in Suderwich reden. Bochum ist zufrieden mit dem Saisonstart, gegen Achern verspielte man leider eine 2:0 Führung. Die verstärkte Bochumer Mannschaft ist optimistisch, diesmal frühzeitig den Klassenerhalt schaffen zu können. Mülheim, Tübingen und Ratingen brauchen Siege. Hier das Programm der Teams auf den Abstiegsplätzen (alle in Ratingen), in kursiv die direkten Duelle:
Mülheim: Lübeck, Frankfurt, Ratingen, Mechenhard, Düsseldorf
Tübingen: Ratingen, Bochum, Mechenhard, Lübeck, Frankfurt
Ratingen: Tübingen, Mechenhard, Mülheim, Frankfurt, Lübeck
Frankfurt: Bochum, Mülheim, Düsseldorf, Ratingen, Tübingen
Es gibt in Ratingen also Abstiegskampf pur, alle haben die Chance, in den direkten Duellen zu punkten. Dazu gibt es Duelle mit Düsseldorf, Lübeck, Bochum und Mechenhard. Es wird spannend
Die Medien
Der Spieltag findet an Pfingsten statt. Einige Landesverbände (leider nicht alle) haben die Liga-Spieltage auf andere Wochenenden verlegt, so dass viele Zuschauer kommen könnten. Die anderen freuen sich auf die Streams des DPV. Ob von beiden Standorten übertragen wird, ist noch nicht bekannt. Am ersten Spieltag gab es nur Bilder aus Gersweiler. Zusätzlich streamen einige Spieler über Facebook. Dem DPV Team ist eine glücklichere Auswahl der Spiele zu wünschen.
Tipp: Runde 7 Achern vs Mannheim und Runde 10 Horb vs Mannheim

Der Spielplan




